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Im Mai 2010 fand in Lichtenfels das europäische Event "EUrope's Voice 2010" statt, das den G8/G20 Youth Summit in Kanada vorbereitete. Hier gibt es alle Informationen über das europäische Treffen sowie den internationalen Jugendgipfel.

 

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Brainstorming

Die Methode des Brainstorming ist die wohl bekannteste Gruppenmethode zur Ideenfindung. Übersetzt würde Brainstorming im Deutschen mit Gedankenwirbel bzw. Gedankensturm. Genau ein solcher Gedankensturm soll mit der Methode auch ermöglicht werden. Eine Idee folgt der nächsten und damit keine vergessen wird, werden alle aufgeschrieben. Die einfachste Möglichkeit ist dementsprechend, einfach ein großes Plakat aufzuhängen und wild durcheinander alle Ideen darauf zu schreiben, die genannt werden. Um diesen schriftlichen Wirbel von Gedanken nutzbar zu machen, ist es dann jedoch sinnvoll, den Wirbelsturm zu entschärfen, indem man die einzelnen Ideen im Nachhinein sortiert. Dies kann durch eine farbliche Kennzeichnung passieren. Oder aber die Ideen und Gedanken werden nicht direkt auf ein Plakat geschrieben, sondern auf Kärtchen, die im Nachhinein grüppchenweise sortiert werden können.

Im Folgenden findet ihr noch weitere Abwandlungen der Brainstormingmethode! Wie ihr letztendlich die Gedanken aufschreibt, damit sie anschließend nutzbar gemacht werden können, hängt ganz von der zur Verfügung stehenden Zeit und der Anzahl der TeilnehmerInnen ab.


Eine erste Möglichkeit ist die so genannte "Methode 635" des Brainstorming
Dabei tragen sechs TeilnehmerInnen je drei Ideen innerhalb von fünf Minuten in ein vorbereitetes Formular ein. Das Formular sollte eine Tabelle enthalten mit drei Spalten und sechs Zeilen - in jede Zeile passen damit drei Ideen ...
Diese Methode zielt bei der Ideenfindung hauptsächlich darauf ab, dass die Ideen der TeilnehmerInnen gegenseitig aufgegriffen und dadurch weiterentwickelt werden.

Dauer: ca. 40 Minuten
Teilnehmer: 6
Räumliches Arrangement: am besten um einen Tisch
Materialien: Schreibstifte, 635-Formular

Verlauf:
1. Jede/r der Teilnehmer/in erhält ein vorbereitetes 635-Formular. Die Angaben zu den Beteiligten und die Blatt-Nummer werden von den TeilnehmerInnen eingetragen.
2. Das Problem bzw. die Grundidee wird von einer Person vorgestellt, meistens ist das der/diejenige, der/die die Ausgangsidee hatte. Die Ausgangsidee wird möglichst knapp und präzise im 635-Formular notiert.
3. Jede/r der sechs Teilnehmer/innen trägt drei Ideen in die oberste Zeile seines 635-Formulars (horizontal!) ein. Dafür gibt es ca. fünf Minuten Zeit.
4. Auf ein Startzeichen hin wird das 635-Formular an den rechten Tischnachbarn weitergegeben.
5. Jede/r Teilnehmer/in hat nun ein 635-Formular seines linken Tischnachbarn vor sich, in dem schon die erste Tabellenzeile mit ihren drei Kästchen ausgefüllt sind. In die zweite Tabellenzeile können in dieser Runde wieder drei Ideen eingetragen werden. Diese Ideen können die
Vorgängerideen ergänzen oder variieren, dürfen aber auch vollständig andere, neue Ideen sein. Dafür stehen wieder fünf Minuten zur Verfügung.
6. Danach werden die Formulare wieder in der gleichen Richtung weitergereicht, bis die sechste und letzte Zeile des 635-Formulars ausgefüllt ist.
Im Anschluss an die Ideenfindung kann die Gruppe sämtliche Ideen zusammentragen und eine erste Bewertung der Ideen vornehmen.


Eine zweite Möglichkeit wird "Didaktisches Brainstorming"genannt.
Das didaktische Brainstorming stellt eine Form des Brainstorming dar, bei dem die Gruppe von einer Person in ihrem Ideenfindungsprozess durch eine schrittweise Informationsvergabe gesteuert
wird. Durch diese schrittweise Erhöhung der Komplexität des Problems sollen auf möglichst vielen Ebenen Lösungsansätze entwickelt werden.

Dauer: ca. 30- 40 Minuten
Teilnehmer: 4-7

Verlauf:
1. Die Gruppe wird vom "Moderator"/von der "Moderatorin" schrittweise an das Problem herangeführt, indem der Gruppe immer weitere Informationen gegeben werden.
2. Nach jeder Informationsphase wird ein neues Brainstorming veranstaltet. Dies soll verhindern, dass sich die Teilnehmer zu schnell und frühzeitig auf einen Lösungsweg festlegen.


Eine dritte Möglichkeit ist ein Brainstorming über einen längeren Zeitraum: das "Collective Notebook"
Das "Collective Notebook" stellt eine Form des Brainstorming dar, bei dem die gegenseitige Anregung zur Ideenproduktion nicht bei gleichzeitiger Anwesenheit der Teilnehmer/innen vonstatten geht. Für Umstände also, die ein gemeinsames Arbeiten zur Ideenfindung in einer Gruppe aus bestimmten Gründen nicht zulassen, kann man das "Collective Notebook" als schriftliche Brainstorming-Methode einsetzen.

Dauer: unterschiedlich
TeilnehmerInnen: prinzipiell unbegrenzt
Materialien: Heft/Schnellhefter/Notebook

Verlauf:
Ein Heft/Schnellhefter o. Ä. wird von außen auffällig beschriftet, sodass der Name einen deutlichen Hinweis auf die Frage, die Ausgangsidee oder das Problem enthält.
Auf der ersten Seite wird die Ausgangslage klar und in knapper Form definiert. Hilfreich kann hier auch eine Grafik sein. Jede/r Teilnehmer/in ist nun aufgefordert, wann immer er oder sie Zeit und Lust hat, seine/ihre Ideen in das Heft zu schreiben oder zu malen ...
- Informiert im Heft darüber, wie lange das "Collective Notebook" ausliegen wird.
- Deponiert das "Collective Notebook" an einer allgemein zugänglichen Stelle.